Ehrenamtliche Hospizler bilden sich weiter


Weiterbildungsseminar in Laase
Unter Anleitung von Stefan Althoff, Lehrer für Gewaltfreie Kommunikation und ehrenamtlicher Hospizbegleiter, übte sich die Gruppe einen Tag lang in dieser besonderen Form der Kommunikation. Krankenschwester Gudrun Bollow, ebenfalls Mitglied der Begleiter-
gruppe, machte an Beispielen deutlich, wie durch die Methode „Basale Stimulation“ hilfreich Kontakt zu Patienten aufgenommen werden kann. Das betrifft z. B. schwerst mehrfachbeeinträchtigte und komatöse
Menschen oder Schädel-Hirn-Traumatisierte. Da der Hospizverein in Kürze einen Treffpunkt für Trauernde, die „Trauergruppe“, anbieten
wird, war für alle Teilnehmenden der Freitagabend ein Muss und eine tiefgehende Erfahrung:
Trauerbegleiter Andreas Süskow aus Schnega moderierte das Thema „Wie gehen wir mit unserer eigenen Trauer und der anderer um“. (Nähere Einzelheiten über die „Trauergruppe“ sind über die Zeitung bzw. Hospiztelefon 03901/303317 ab Mitte August zu erfahren)
Der abschließende Besuch des „RuheForst Elbtalaue“ bei Gartow rundete ein arbeitsreiches und intensives Wochenende ab. Die durch Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt unterstützte Weiterbildung wird beitragen, schwerstkranke Menschenzu hause bei ihren
Angehörigen und im Pflegeheim besser hospizlich zu begleiten. Darüber hinaus konnten sich neue und ältere Mitglieder der Begleiter-
gruppe beim Arbeiten und in geselliger Runde näher kennen lernen.

23.07.2011

Spende für den Hospizverein


Graphisches Institut Eckmann unterstützt Hospizverein Salzwedel...

Der Hospizverein Salzwedel e.V. freute sich am 31.Mai 2011 im Rathaus über einen Scheck in Höhe von 250 €. Den überreichte Herr Gerold Menzel im Auftrag des Graphischen Institutes Eckmann, das „als langjähriger guter Partner für die Hansestadt Salzwedel erneut schicke Stadtplan-Orientierungsanlagen aquiriert hat,“ wie Marketingamtsleiter Olaf Meining beim Überbringen der Grüße der Hansestadt und der Oberbürgermeisterin anerkennend betonte. Er schätzte es hoch ein, dass `das Unternehmen der Stadt nicht nur ansprechende Serviceleistungen biete, sondern sich auch für das soziale Ehrenamt vor Ort engagieren möchte. `

`2010 habe das Graphische Institut erstmals in Städten, mit denen gut zusammengearbeitet wird, ehrenamtliche Arbeit vor Ort unterstützt`, erläuterte Gerold Menzel. Es bewegte Gudrun Bollow und Sabine Spangenberg vom Salzwedeler Hospizverein sehr, als er davon berichtete, `dass sich 70% der inserierenden - und sich auf den Stadtplananlagen empfehlenden - Salzwedeler Unternehmen bei unterschiedlichsten Vorschlägen der Stadtverwaltung für den Hospizverein entschieden hatten.

`Diese starke Wahrnehmung im öffentlichen Interesse ist eine immer wieder gebrauchte Ermutigung für die Hospizvereinsarbeit`, bestätigten beide Frauen dankbar und berichteten, dass die Spende zielgerichtet dem Verwirklichen eines „Trauer-Cafés für Hinterbliebene“ nutzen wird. Zwei Vereinsmitglieder kümmern sich bereits jetzt intensiv um dieses zukünftige Angebot besonderer Trauerarbeit. Und parallel reifen weitere Pläne dieser sozial engagierten Vereinsmitglieder ...

Brigitte Radde

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01.06.2011

Überraschung im Briefkasten


Freude und Dank
Am Donnerstagabend vergangener Woche schaute ich wie immer noch mal in meinen Briefkasten, der auch die Post für den Hospizverein aufnimmt. Zur großen Überraschung fand ich einen anonymen Brief mit der Aufschrift „Spende für den Hospizverein“. Wer mag das gewesen sein? Dem heimlichen Spender oder der Spenderin sei im Namen des Hospizverein Salzwedel sehr herzlich für diese anrührende finanzielle und emotionale Unterstützung gedankt!

S. Spangenberg

Über die anonyme Spende wurde in "Volksstimme" und "Altmarkzeitung" berichtet.

12.05.2011

Hospizverein Salzwedel lud zum Theater- und Chansonabend zum Thema Demenz ein


Trotz Aussetzer –
"Ich bin das noch" hat die Schauspielerin Petra Afonin ihr Theaterprojekt genannt, in dem sie sich mit dem Thema Demenz auseinandersetzt. Gemeinsam mit der sie begleitenden Pianistin Susanne Hinkelbein war sie am Freitagabend im Salzwedeler Hanseat zu Gast. Der Salzwedeler Hospizverein hatte zu der Veranstaltung anlässlich des Welthospiztages eingeladen.

Salzwedel. Gundel wartet auf Horst. Wo er nur bleibt? Es wird doch nichts passiert sein? Sie muss ihm noch etwas zu essen machen. Das Abendessen ist überhaupt die beste Mahlzeit. Wegen der Dämmerung.

Gundel plaudert und lästert, erzählt von der Mutter, die Schneiderin war, und der Dreiviertelarm, das war überhaupt was, und was sie früher nicht alles mit ihrer Schwester, der Ilse, gespielt hat. Plötzlich fällt ihr wieder Horst ein. Wo er nur bleibt? Nun ja, die Bahn ist zuverlässig unpünktlich. Ach, und sie wollte ja noch etwas zum Essen holen. Gundel versucht, sich ihr Hohlsaumjäckchen anzuziehen. Hohlsaum. "Es ist alles noch da", sagt Gundel bestimmt.

"Nichts vergessen, nichts verlernt"

Petra Afonin sitzt als Gundel, mit grauer Perücke, auf alt geschminkt, in einem Lehnstuhl, und stellt eine Frau vor, die "auf der Rückreise ist". Immer wieder fehlen Gundel Worte. Oft fallen sie ihr nicht mehr ein, krampfhaft sucht sie nach einem Ersatz oder springt zum nächsten Thema. Eine tragisch-komische Mixtur, die das Publikum im voll besetzten Saal des Hanseats auflachen lässt. Doch Tragikkomik wechselt mit wachsender Verzweiflung, wenn Gundel sich frage, was das denn für ein Hotel ist, und woher diese seltsamen Männer denn eigentlich den Haustürschlüssel haben. "Die wollen mich hier vergiften. Die sind hinter meinem Geld her", zischt sie. Die anderen? Die kriegen doch schon nichts mehr mit. "Ich habe nichts vergessen und nichts verlernt", sagt Gundel mit aller Bestimmtheit.

Und immer wieder Horst. Horst, der nicht erscheint. Wie Erinnerungsfetzen aus einer längst vergangenen Zeit wehen Liedsequenzen zwischen ihren Worten hindurch. "Kommt ein Vogel geflogen", "Fuchs, du hast die Gans gestohlen" oder "Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt" ... "Ich war auch in Oberstdorf", sagt Gundel. Aber wo war noch mal Sylt? "Ich kann mir nicht merken, was andere vergessen." Und irgendwann erstirbt das Lachen im Publikum, spätestens dann, wenn Petra Afonin ihre Gundel verzweifelt rufen lässt "Ich bin das noch", aber fast selbsterkennend hinzufügt "Das Problem ist da oben".

Szenewechsel! "Gundel" nimmt ihre Perücke ab, und Petra Afonin erzählt, wie sie sich dem Thema Demenz annäherte. Sie recherchierte in Seniorenwohnstätten, in der Gerontopsychiatrie und in Angehörigengruppen ebenso wie bei professionellem Pflegepersonal und Beratungsstellen. Anschaulich und eindringlich beschreibt sie, wie Demenz nicht nur die Persönlichkeit des unmittelbar Betroffenen verändert, sondern auch das Leben der Angehörigen beeinflusst. Viele pflegen die Demenzkranken zu Hause, mit allem, was dazugehört: den Missverständnissen, den Aggressionen, der Verzweiflung, wenn gerade Gesagtes im nächsten Augenblick wieder vergessen ist, der Inanspruchnahme rund um die Uhr und der fehlenden Zeit für eigene Wünsche und Bedürfnisse. Ein Zwiespalt, aus dem es für viele pflegende Angehörige kein Entrinnen gibt: auf der einen Seite der Wunsch, mal wieder ein bisschen Zeit für sich selbst zu haben, auf der anderen Seite der Gedanke, man könne es seinem Partner/Angehörigen nicht antun, ihn/sie dann in die Kurzzeitpflege zu bringen.

Witze über Alzheimer würden von diesen Menschen gar nicht gemocht, so Petra Afonin. Sie berichtete über ihre Begegnung mit einem Pfleger von Demenzkranken, dem der Satz "Die kriegen doch sowieso nichts mehr mit" am meisten verhasst sei.

"Frag auch, was bleibt"

Ihre Erfahrungen ließ Petra Afonin in verschiedene Lieder münden, besang beispielsweise die Probleme des Rollenwechsels, wenn einer dann die Entscheidungen treffen müsse, der diese bislang immer nur mitgetragen habe. Sachliche Berichte und Informationen, die eigentlich noch mehr Betroffenheit hervorrufen als zuvor Gundels tragikkomische Versuche, ihre zunehmenden Aussetzer zu überspielen.

Doch am Ende kommt ein kleiner Hoffnungsschimmer - die Aufforderung, nicht nur zu fragen, was nicht mehr geht. "Frag auch, was bleibt". Torsten Liedtke dankte für den Hospizverein und die begeisterten Zuschauer für den "liebevollen Blick auf diese Menschen".

Volksstimme vom 25.10.2010

02.11.2010

Zum Welthospiztag 2010


"Ich bin das noch" von und mit Petra Afonin
Für die Veranstaltung anlässlich des Welthospiztages hat der Salzwedeler Hospizverein die Künstlerin Petra Afonin gewinnen können.
Bei einem Theater- und Chansonabend setzt sie sich mit dem schwierigen Thema Demenz auseinander. Petra Afonin verkörpert u.a. eine Betroffene und erzählt aus deren Perspektive. Symptome der Krankheit werden deutlich, etwa Wortfindungsstörungen und Veränderungen des Selbst.

Die Veranstaltung findet am 22.10.2010, 20 Uhr, ím Club HANSEAT,Altperverstr. 23, statt.
Karten zu 12 € sind erhältlich in der HANSA-Apotheke und im Hospiz-Büro (beides im Ärztehaus), im Seniorenzentrum "Jeetzeblick" und bei der Volkssolidarität, Südbockhorn.

18.08.2010

Hospizverein Salzwedel e.V. im neuen Büro


Hospizverein Salzwedel e.V. mit offiziellem Anlaufpunkt
Liebe Mitglieder des Hospizvereins, sehr herzlich laden wir Sie, laden wir Dich zur offiziellen Eröffnung des Hospizbüros am Donnerstag, 16. September 2010, 14 Uhr ins Ärztehaus, Dachgeschoss, Salzwedel, Karl-Marx-Str. 30, ein. Auch am Montag, 04.Oktober ab 14.30 Uhr, besteht beim „Nachmittag der Offenen Tür“ die Möglichkeit, die Räumlichkeiten kennen zu lernen.

13.08.2010

Hospizgrundkurs


Ein anderer Umgang mit Sterben und Tod - Lebensbegleitung sterbender Menschen
Die Weiterbildung richtet sich insbesondere an Personen, die mit alten, kranken, sterbenden und trauernden Menschen im privaten Umfeld ehrenamtlich oder beruflich zu tun haben. Themen sind unter anderem: - Kommunikation; Trauer und Trost für Angehörige - Selbstversorgung vor und nach einer Begleitung - Symbolsprache und Körpersprache - Wahrnehmungstraining Kursleiterin: Inge Matern, Celle Termine: 13./14.08.; 03./04.09.; 17./18.09.; 15./16.10.2010 jeweils freitags 17.45 - 21.00 / samstags 10.00 - 15.30 Uhr Ort: Salzwedel, Karl-Marx-Str. 30 (Ärztehaus) Kursgebühr: Mitglieder 75 € / Nichtmitglieder 105 € Weitere Informationen unter 03901-303317 oder 016096240704

26.07.2010

Informationsabend zum Hospizgrundkurs


Ein anderer Umgang mit Sterben und Tod
Torsten Liedtke und Sabine Spangenberg informieren am Mittwoch, 21.Juli 2010 ab 19.00 Uhr über den am 13.08.2010 beginnenden neuen Hospizgrundkurs. Ort: Salzwedel, Karl-Marx-Str. 30 (Ärztehaus), 2. Stock, Büro des Hospizvereins Interessierte sind sehr herzlich dazu eingeladen.

22.07.2010

Begleitertreffen in Kriwitz


Unser 3. Begleitergruppenseminar mit Gottfried Mahlke
Die Begleitergruppe des Hospizvereins Salzwedel trifft sich am 28.05.-29.05.2010 im Kriwitzer Storchennest in Lemgow zu einem Seminar.
Gemeinsam mit Herrn Mahlke werden verschiedene Themen die in der ehrenamtlichen Arbeit aufgetreten sind näher beleuchtet und aufgearbeitet.
Durch die gemeinsame Zeit haben wir als Begleitergruppe die Möglichkeit, uns noch besser kennenzulernen, um Erfahrungen und neue Ideen in unsere Vereinsarbeit einfließen zu lassen.

29.05.2010

Pflege in der Onkologie


Vortrag von Thekla Lippold
Einen sehr praxisorientierten Vortrag konnten die Besucher am 15.04.2010 im Familienhof erfahren. Schwester Thekla Lippold aus dem Altmarkklinikum sprach zum Thema Krebserkrankung, deren Entstehung, Einteilung und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und deren Nebenwirkungen. Verschiedene Medikamente, aber auch viele Hausmittel die die Nebenwirkung der Chemo verbessern würden wurden besprochen. Die Teilnehmer konnten jederzeit Fragen stellen und bekamen Antworten oder weitere Hilfsangebote aufgezeigt.

24.05.2010

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